Allgemeines - Wissenswertes

Graduierungen

An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand eines Judoka erkennen.

Es gibt die Schülergrade (Kyū) und Meistergrade (Dan).

Jeder Anfänger beginnt mit einem weißen Gürtel und kann dann durch eine Prüfung den nächsthöheren Grad erlangen.

Der Prüfling demonstriert dabei Fallübungen, Stand- und Bodentechniken, die nach Höhe der Graduierung immer schwieriger werden. Die Schülergrade gehen bis zum braunen Gürtel.

Die Meistergrade beginnen mit dem schwarzen Gürtel.

 

Kyu-Grade

Grad 11. Kyū 10. Kyū 9. Kyū 8. Kyū 7. Kyū 6. Kyū 5. Kyū 4. Kyū 3. Kyū 2. Kyū1.  Kyū

Mindestalter–7 Jahre 7, Jahre 8, Jahre 9, Jahre 10, Jahre 11, Jahre 12, Jahre 13, Jahre 14, Jahre 15, 

 

Farbe

weiß weiß- gelb gelb- orange orange- grün grün- blau blau- braun gelb orange grün blau braun

Dan-Grade

Grad   1. Dan 2. Dan 3. Dan 4. Dan 5. Dan 6. Dan 7. Dan 8. Dan 9. Dan 10.Dan

Farbe schwarz schwarz schwarz schwarz schwarz rot-weißrot- weißrot- weißrotrot

Name Sho-dan  Ni-dan  San-dan  Yon-dan  Go-dan  Roku-dan  Nana-dan  Hachi-dan  Ku-dan  Jū-dan

Bekleidung - Judogi

 

 

 

Traditionell tragen Judoka eine knöchellange weiße Baumwollhose (Zubon) und darüber eine halblange weiße Jacke (Uwagi) aus Baumwolle,

die durch einen (weißen oder farbigen) Gürtel (Obi) zusammengehalten wird

(Judo-Gi).

 

Um in Wettkämpfen

die beiden Kontrahenten besser unterscheiden zu können, trägt bei internationalen Meisterschaften, aber auch bei Kämpfen in der Judo-Bundesliga der beim Aufrufen als zweiter genannte Judoka einen blauen Anzug. Ist dies nicht möglich, werden die Kämpfer durch einen roten bzw. weißen Gürtel unterschieden (zusätzlich zu ihrem Gürtel entsprechend ihrem Kyu- oder Dan-Grad).

 

Im Ligabetrieb und bei Freundschaftskämpfen

können abweichend auch farbige Judo-Anzüge zum Einsatz kommen.

Hierbei ist zu beachten das die Mannschaft dabei einheitlich Auftritt und ein deutlicher farblicher Unterschied zur Gastmannschaft gegeben ist.

Die Heimmannschaft hat hierbei das Vorrecht.

 

Judo-Techniken (Waza)

Die Judo-Techniken lassen sich grob in vier Grundtypen einteilen:

 

Nage Waza – Wurftechniken

 Katame/ Ne Waza – Bodentechniken

 Ukemi Waza – Falltechnik

Atemi Waza – Schlagtechniken (Nur in Kata)

 

Der Schwerpunkt des modernen Judosports liegt in der sportlichen Ertüchtigung und nicht unbedingt in der Selbstverteidigung.

Kanō Jigorō sagte,

dass Judo vor allem dazu dienen soll, durch das Training von Angriffs- und Verteidigungsformen Körper und Geist zu stärken.

 

Wurftechniken (Nage-waza)

 

Wurftechniken werden angewandt, um den Partner vom Stand in die Bodenlage zu bringen. Es existiert eine Vielzahl von Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Die Techniken können nach unterschiedlichen Methodiken in Gruppen sortiert werden.

 

 Am bekanntesten ist die traditionelle Unterteilung Gokyo.

Die Gokyo ist eine Stoffsammlung und unterteilt in dem zur Anwendung kommenden Wurfprinzip:

 

Tachi-waza (Standtechniken)

Ashi-waza (Bein- und Fußwürfe)

Koshi-waza (Hüftwürfe)

Te-waza (Hand- und Armwürfe)

Sutemi-waza (Selbstfallwürfe, auch „Opferwürfe“)

Yoko-sutemi-waza (Selbstfallwürfe zur Seite)

Ma-sutemi-waza (Selbstfallwürfe nach hinten)

 

Falltechniken (Ukemi-waza)

 

Um sich bei den Würfen nicht zu verletzen, müssen alle Judoka Falltechniken erlernen.

Dabei werden Techniken geübt, so zu fallen, dass man sich dabei nicht verletzt.

Das Fallen wird nach allen Seiten trainiert:

Seitwärts (Yoko-ukemi; nach rechts und links), rückwärts (Ushiro-ukemi) 

nach vorn (Mae-ukemi).

Die Falltechnik vorwärts ist auch als

Judorolle (Mae-mawari-ukemi oder Zenpō Kaiten) bekannt.

Träger höherer Gürtelgrade trainieren sie auch als Fall über ein Hindernis und dann als „freien Fall“ in der Luft.

 

 Ähnliche Falltechniken finden sich bei allen anderen Kampfsportarten, die Wurftechniken kennen, wieder.

Häufig sind nur Details, wie z. B. das anschließende Aufstehen oder die Art und Weise sich nach dem Fall vor weiteren Angriffen des Partners zu schützen, anders.

So stehen Judoka bei der Fallschule vorwärts in Laufrichtung auf, Jiu Jitsuka aber drehen sich noch im Aufstehen herum, um den Angreifer sofort wieder im Blick zu haben.

 

Bodentechniken (Ne-waza)

 

Osae-komi-waza (Festhaltetechniken)

 

 Mit Haltetechniken wird der geworfene Partner in der Rückenlage am Boden fixiert.

Werden sie gut ausgeführt, ist es, selbst mit speziellen Befreiungstechniken, sehr schwierig, sich aus diesen zu befreien.Man teilt die Haltetechniken in fünf Gruppen ein:

Kesa-gatame,

Kata/Ashi-gatame,

Yoko-shiho-gatame,

Kami-shiho-gatame und Tate-shiho-gatame.

Jede Gruppe besteht aus einer Grundtechnik, welche durch zahlreiche Abarten ergänzt wird. Hinzu kommen noch zahlreiche mehr oder weniger spezielle Befreiungstechniken.

 

Kansetsu-waza (Hebeltechniken)

 

 Hebeltechniken werden im Judo nur auf den Ellenbogen angewandt, wobei kontrollierter Druck auf das Gelenk aufgebracht und der Partner auch zur besseren Kontrollierbarkeit der Technik zugleich fixiert wird.

Die Bewegung entgegen der anatomisch vorgesehenen Bewegungsrichtung führt zu einem Schmerz, welcher den Partner zur Aufgabe zwingt.

Das signalisiert er durch Abklopfen, d. h. dem Klopfen mit einem beliebigen Körperteil auf die Matte, den Partner oder durch den Ausruf von „Maitta“ („Ich gebe auf“), z. B. wenn er sich nicht bewegen kann.

Man unterscheidet zwei Arten von Hebeltechniken: Streckhebel (Gatame-Gruppen) oder Beugehebel (Garami-Gruppen).

Darüber hinaus werden die Hebeltechniken noch nach dem Hebelprinzip unterteilt.

 

In anderen Sportarten, z. B. Jiu Jitsu, werden Hebel auch gegen die Beine, Handgelenk, Schulter, Finger und Nacken (praktisch jedes Gelenk des Körpers) ausgeführt.

Diese Hebeltechniken können bei falscher oder unsauberer Ausführung schwere Verletzungen verursachen.

Im Randori sind deshalb aus Sicherheitsgründen nur Hebel gegen das Ellenbogengelenk erlaubt, da diese kontrolliert durchgeführt werden können.

Hebel gegen andere Gelenke werden durch Kata vermittelt und als Selbstverteidigungstechniken benutzt.

Hier können sie gefahrlos unter kontrollierten Bedingungen im Training geübt werden.

 

Obwohl diese Technikgruppe gefährlich klingt, gibt es dabei im Randori nur selten Verletzungen: Erfahrene Judoka wissen, wie weit sie gehen dürfen – sowohl im Versuch, sich aus einem Hebel herauszuwinden, als auch beim Hebeln selbst. Bei Kindern sind diese Techniken im Wettkampf verboten, da sie meist zu wenig Erfahrung haben, um zu wissen, wie viel Kraft aufgewendet werden darf oder wann sie aufgeben müssen.

 

Shime-waza (Würgetechniken)

 

Wie beim Hebeln ist es Ziel des Würgens, den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.

Beim Würgen können Halsschlagadern und Halsvorderseite angegriffen werden.

Direkte Angriffe auf den Kehlkopf sind ebenso verboten wie der Einsatz des eigenen oder gegnerischen Gürtels.

 

Bei einem Angriff auf die seitlich des Kehlkopfes verlaufenden Halsschlagadern wird durch Ausüben von Druck die Blutzirkulation behindert.

Dies führt zu einer Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Dadurch tritt nach 8–14 Sekunden Bewusstlosigkeit ein.

Dem Angegriffenen bleibt im Wettkampf jedoch meist noch ausreichend Zeit, vorher seine Aufgabe zu signalisieren bzw. der Kampfrichter bricht den Kampf beim Erkennen der Wirkung (Erschlaffung des Körpers, besonders der Beine) mit Ippon für den Würgenden ab.

Der Griff muss dann sofort gelöst werden und es erfolgt eine Erstversorgung durch Hochlegen der Beine. Damit erlangt der Gewürgte nach 10–20 Sekunden das Bewusstsein wieder.

Wird ein Kämpfer während eines offiziellen Wettkampfes durch eine Würge bewusstlos, darf er aus Sicherheitsgründen an diesem Tag nicht noch einmal antreten.

 

Ein Angriff auf die Halsvorderseite führt zu einer Irritation des vegetativen Nervensystems, die sich in Angst- oder Panikzuständen äußert.

Die Wirkung dieser Methode tritt sofort ein, wenn der richtige Punkt getroffen wird, obwohl noch genügend Sauerstoff im Blut und in der Lunge ist, um das Gehirn eine Weile zu versorgen.

Anders als beim Angriff gegen die Halsschlagader wirkt der Druck unter anderem auch gegen den Kehlkopf, was als schmerzhaft empfunden wird.

 

 Wie beim Hebeln wird auch hier durch Abschlagen aufgegeben. Im Wettkampf lassen sich Würger wie Hebeltechniken gut im direkten Übergang vom Stand- in den Bodenkampf ausführen, ehe der Gegner eine starke Verteidigung mit den eigenen Händen aufbauen kann.

Wie bei den Hebeltechniken sind im Kinderbereich Würgetechniken verboten.

 

Schlagtechniken (Ate-Waza/Atemi-Waza)

 

Schlagtechniken werden heute nur noch in Kata eingesetzt, welche Kano aus den Vorläufern des Judo vor allem aus dem Ju-Jutsu übernahm, oder auch selbst entwickelte.

Manche Vereine lehren Schlagtechniken noch im Rahmen der Selbstverteidigung.

In Deutschland hat sich gerade die Vereinigung „Kodokan Judo Kidokai“ bzw. „Judo Inyo-Ryu Renmei“ um die Erhaltung des Judo als Selbstverteidigungskunst verdient gemacht.

Im Sportjudo des DJB ist es ein Schaukampf, der nur bei Kyu- und Dan-Abnahmen vorgeführt wird.

 

 Ude-Ate-Waza (Armtechniken)

Yubisaki-Ate-Waza-Fingerspitzentechniken 

 Kobushi-Ate-Waza- Faustknöcheltechniken

Tegatana-Ate-Waza- Handkantentechniken 

Hiji-Ate-Waza- Ellenbogenspitzentechniken

Shotei-Uchi-Waza-Handballentechniken

 

 

Ashi-Ate-Waza (Beintechniken)

 

Hizagashira-Ate-Waza-Kniespitzentechniken

 Seikito-Ate-Waza-Fußballentechniken 

 Kakato-Ate-Waza-Fersentechniken 

 Sokuto-Ate-Waza-Fußkantentechniken 

 Sokutei-Ate-Waza-Fußsohlentechniken 

 

Wertungen

 

Nachdem Koka als kleinste Wertung 2009 abgeschafft wurde und die nächstkleinere Wertung Yuko Anfang 2017,

gibt es nur noch zwei verschiedene Wertungen.

Die höchste Wertung, die vergeben werden kann, ist der Ippon.

Erhält ein Kämpfer diesen, ist der Kampf sofort beendet.

Die zweite Wertung ist Waza-ari.

Vor Abschaffung der Wertung Yuko 2017, gewann ein Kämpfer mit seinem zweiten Waza-ari ebenfalls sofort den Kampf.

Von Anfang 2017 bis zum 1. Januar 2018 konnte sich Waza-ari beliebig oft addieren.

Heute ergeben zwei Waza-ari für einen Kämpfer wieder Ippon.

 

 

Ippon (Ganzer Punkt)

 

Die höchste Wertung für einen Kämpfer wird erteilt für:

 

Eine Wurftechnik, welche den Kontrahenten mit Kontrolle, Kraft, Schnelligkeit auf den Rücken wirft.

Das Halten des Kontrahenten mit einer Haltetechnik (Osae-komi) für 20 Sekunden (bis 2013: 25 Sekunden),

 

Anwendung einer Hebel- oder Würgetechnik, bis der Kontrahent aufgibt oder kampfunfähig wird (in der Altersklasse U12 ist eine solche Technik nicht zulässig),

 

Disqualifizierung des Kontrahenten durch Hansoku-make (Ippon wird durch den Kampfrichter nicht angezeigt).

 

Die Regel, dass ein zweimaliger Gewinn eines Waza-ari, (Waza-ari awasete Ippon „zwei Waza-ari ergeben Ippon“) einen Ippon ergeben, wurde Anfang 2017 zwischenzeitlich abgeschafft, aber 2018 wieder eingeführt.

 

Nach Ippon ist der Kampf beendet.

 

 

 

Waza-ari (halber Punkt)

 

Ein Waza-ari wird vergeben für:

 

Eine Wurftechnik, welche eines der drei Kriterien für einen Ippon nur zum Teil erfüllt

(Eine typische und recht häufige Situation für einen Waza-ari ist, wenn der Rücken des Partners nur teilweise die Matte berührt). 

 

Das Halten des Kontrahenten mit einer Haltetechnik (Osae-komi) für mindestens 15 Sekunden (bis 2013: 20 Sekunden)

 

Seit Anfang 2017 wird auch für alle Aktionen die bis zu diesem Zeitpunkt mit Yuko bewertet wurden, ein Waza-ari vergeben.

 

 

Yuko (Großer technischer Vorteil)

 

Bis Anfang 2017 war der Yuko eine Wertung für Aktion die einen großen technischen Vorteil erkennen ließ.

Diese Wertung wurde Anfang 2017 abgeschafft.

Aktionen die eine Yuko-Bewertung ergeben hätten, werden nun mit einem Waza-ari bewertet.

 

Ein Yuko wurde vergeben für:

Eine Wurftechnik, welche eines der drei Kriterien für einen Ippon nur zum Teil erfüllt (eine typische Situation wäre ein Wurf auf die Seite, ohne dass ein Teil des Rückens die Matte berührt).

 

Das Halten des Kontrahenten mit einer Haltetechnik (Osae-komi) für mindestens 10 Sekunden

 

 

 Für jede Aktion wird nur eine Wertung vergeben, es ist also nicht möglich, einen Waza-ari und einen Yuko gleichzeitig für einen Wurf zu erhalten.

Im Gegensatz zu den anderen Wertungen wird der Ippon, da er zum sofortigen Gewinn des Kampfes führt, lediglich auf den elektrischen Wertungstafeln aufgeführt.

Die hohen Bewertungen stehen links, die niederen rechts.

Ältere Kampftafeln zeigen auch die hohen Bewertungen in der Mitte an; diese Darstellung ist im Wettkampfjudo nicht mehr gebräuchlich.

 

 

 

Verbotene Handlungen

 

Beim Verstoß gegen die Wettkampfregeln erhält der entsprechende Kämpfer eine Verwarnung (Shido) oder wird disqualifiziert (Hansoku-make), wobei eine Verwarnung keine direkten Auswirkungen auf den Punktestand hat, wie dies früher der Fall war.

Steht es aber am Ende der Kampfzeit Unentschieden, so gewinnt der Kämpfer mit den wenigsten Shido.

Seit 2018 sind ein oder zwei Shido nicht mehr kampfentscheidend.

Es wird im Golden Score bis zur Entscheidung durch eine Wertung oder einen dritten Shido oder direktem Hansoku-make gekämpft. Lediglich im Jugendbereich können Shidos nachrangig hinter Kinsas (technischer Vorteil) im sog. Kampfrichterentscheid (Hantei) herangezogen werden.

Bei dem dritten Verstoß wird ein Hansoku-make ausgesprochen, wobei zuvor eine Beratung der Kampfrichter erfolgt, und der Kampf zugunsten des Kontrahenten beendet.

Für besonders schwere Regelverstöße kann der Hansoku-make auch direkt vergeben werden.

Die direkte Disqualifikation von einem Kampf bedeutet gleichzeitig die Disqualifikation vom gesamten Turnier.

Ausnahme hiervon ist das „Hansoku-make“ wegen direkten Fassens unterhalb der Gürtellinie, hier darf im nächsten Kampf wieder gekämpft werden, da dieser Angriff zwar verboten ist, aber nicht gegen den Geist des Judos verstößt.

Diese Regelung wurde 2018 geändert, seitdem wird der Griff unterhalb der Gürtellinie lediglich noch mit Shido bestraft.

Die älteren Bezeichnungen für die mittleren Verwarnungsstufen – Chui und Kei-Koku – sind im Wettkampf-Judo nicht mehr gebräuchlich.

 

Judo auf nationaler Ebene - Österreich

 

In Österreich wird Judo durch den Österreichischen Judoverband (ÖJV) vertreten, zu ihm gehören neun Landesverbände. Landesweit gibt es 186 Vereine mit 25 621 aktiven Sportlern.

 

Kanō Jigorō kam 1933 nach Wien und hielt hier zwei Vorführungen ab.

Eine davon wurde auf dem Dach des Dojos des „1. Österreichischen Jiu-Jitsu Verein“ abgehalten.

Die andere Vorführung fand in der Kaserne Marokkanerstraße statt.

Der Shihan des Judosportes besuchte Österreich abermals im Jahr 1934.

 

Einer der erfolgreichsten österreichischen Judoka ist Peter Seisenbacher.

Er wurde 1984 in Los Angeles Olympiasieger und verteidigte seinen Titel 1988 in Seoul erfolgreich. Damit war Peter Seisenbacher der erste Judoka, der eine olympische Goldmedaille erfolgreich verteidigen konnte.

1985 wurde er Weltmeister, 1986 Europameister. Österreichs Sportjournalisten wählten ihn 1984, 1985 und 1988 zum Sportler des Jahres.

Er trug auch maßgeblich zur Verbreitung des Judo in Österreich bei.

 

1974 wurden die ersten Österreichischen Meisterschaften für Frauen abgehalten.

Sternstunden des österreichischen Frauenjudo waren 1980 die ersten Weltmeisterschaften für Frauen in New York, wo Edith Hrovat, Gerda Winklbauer und Edith Simon WM-Gold erkämpften und Österreich den ersten Platz in der Medaillenwertung belegte.

1982 bei den Europameisterschaften in Oslo ging durch Siege von Edith Hrovat, Herta Reiter und Edith Simon, die zwei Titel holte (-66 kg und Open), die Hälfte aller EM Titel an Österreich.

Roswitha Hartl gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1988 im Vorführbewerb die Bronzemedaille.

 

1992 gewannen drei Österreicher in einer Gewichtsklasse.

Norbert Haimberger wurde Europameister in der Allgemeinen Klasse,

Thomas Schleicher gewann die Junioreneuropameisterschaft 

Patrick Reiter die Juniorenweltmeisterschaft.

Claudia Heill

gewann 2004 als erste Österreicherin bei den Olympischen Spielen eine Medaille.

Derzeit sind Sabrina Filzmoser,

Ludwig Paischer,

2008 Olympiazweiter in Peking

Daniel Allerstorfer

die erfolgreichsten österreichischen Judoka.

 

  von links nach rechts: B. Adelsberger, A. Kolarov, P. Seisenbacher, A. Adelsberger aus dem Jahre 2014